Die Chronik der BÄKO Bremerhaven

Was Du nicht allein zu erreichen vermagst, dazu verbinde Dich mit anderen, die das gleich wollen!

Am 17. März 1907

versammelte Obermeister Wilhelm Seekamp 23 weitere Bäckermeister aus Bremerhaven, um mit Ihnen gemeinsam das Gründungsprotokoll zu unterzeichnen.

Der Tatkraft dieses Mannes und dem unternehmerischen Mut und Engagement gleichgesinnter Bäckermeister ist es zu verdanken, dass aus dem Start mit einem Sack Mandeln, etwas Marzipan und einigen Flaschen Gewürzen die Bäcker- und Konditorengenossenschaft gegründet wurde und zu dem werden konnte, was sie heute ist.

Die Bedeutung der Gründerpersönlichkeit wird weiter verdeutlicht, wenn man in alten Dokumenten liest, dass er auch maßgeblich den Anstoß zur Gründung der Genossenschaften in Hamburg und Bremen gab.

Neben den Zeiten stürmischer Weiterentwicklung waren aber auch schwere wirtschaftliche Krisen zu bewältigen, insbesondere durch die beiden Weltkriege sowie die Weltwirtschaftskrise 1931.

Selbst die völlige Zerstörung des 1930 erworbenen Geschäftshauses Am Alten Hafen 49 inklusive aller Waren und Einrichtungen in der Bombennacht des 18. Septembers 1944 bedeuteten nicht das Ende. Verwaltung und Personal organisierten schon nach wenigen Tagen die notwendigen Mittel, um die Belieferung unserer Betriebe mit den wichtigsten Rohstoffen sicherzustellen.

Das Geschäftshaus der Bäko im Jahr 1930
Das Geschäftshaus der BÄKO im Jahr 1930

In den folgenden Jahren wurden die Geschäfte in gemieteten Räumen abgewickelt. Voller Stolz konnte aber das 50jährige Firmenjubiläum von den Mitgliedern wieder im eigenen Betriebsgebäude Am Neuen Hafen gefeiert werden.

Es waren damit die Voraussetzungen geschaffen, für eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung.

Betriebsgebäude Am Neuen Hafen
Das BÄKO Betriebsgebäude Am Neuen Hafen

1977 wurden mit dem Umzug in den Gebäude-Komplex in Langen-Sievern entscheidende Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die BÄKO Bremerhaven den heutigen Lieferung- und Leistungsumfang bieten kann.

Mit den verbesserten räumlichen Möglichkeiten konnte der Service-Bereich noch weiter ausgebaut werden, so dass in unserem Saal, insbesondere nach dem Einbau des Backstudios, Seminare und Schulungen für Produktion, Verkauf und Betriebsführung abgehalten werden konnten.

Von der Schneekatastrophe des Jahres 1979 wurde die BÄKO-Bremerhaven besonders hart getroffen. Neben mehreren Mitarbeitern verunglückte das geschäftsführende Vorstandsmitglied Karl-Heinz Baumann so schwer, dass er seinen Verletzungen am 16. März 1979 erlag.

Zu seinem Nachfolger wählte der Aufsichtsrat das geschäftsführende Vorstandsmitglied Godehard Gerhardy.

Besonders in den sechs Monaten, in denen die Weiterführung des Geschäfts in den Händen der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder und der leitenden Mitarbeiter lag, zeigte sich, wie stark sich die Mitglieder mit ihrem eigenen Wirtschaftsunternehmen identifizierten und diese schwere Situation meisterten.

Nachdem das geschäftsführende Vorstandsmitglied Godehard Gerhardy aus der BÄKO ausschied, betraute die Verwaltung Herrn Udo A. Müller am 01. 01. 1984 mit der Geschäftsführung der BÄKO Bremerhaven.

1986 wurden unsere Versammlungs- und Schulungsräume völlig neu gestaltet.

1988 konnte die Serviceleistung unseres technischen Kundendienstes durch die Einstellung eines Elektrikermeisters deutlich verbessert werden.

Nach dem Tod des geschäftsführenden Vorstandsmitgliedes Herrn Udo A. Müller am 07.11.1990, wurde der langjährige Mitarbeiter Herr Arnd Eisele am 01.12.1991 von der Verwaltung als geschäftsführender Vorstand bestellt.

In den letzten Jahren wurde durch laufende Investitionen (EDV-Anlage, Warenlager, TK-Bereich und Fuhrpark) die BÄKO Bremerhaven zu einem modernen, der Zeit angepassten, kaufmännischen Großhandelsunternehmen weiterentwickelt, um für die nicht leichter werdenden Aufgaben in der Zukunft gerüstet zu sein.

Das Bäko Gebäude in Langen-Sievern